Darunter auch zwei Weltmeistertitel, also „bester Senf der Welt“ und aktuell eine Goldmedaille beim „internationalen Mustard Festival 2010 (und 2011) “ in den USA.
Bereits seit 1886 produziert die Familie Wenger in Klagenfurt die verschiedensten Senfvariationen. Begonnen hat der Großvater, der damals in der Senfhochburg Dijon im Burgund die ersten Rezepte den dortigen Senfproduzenten abgekauft hat. Nach diesen traditionellen Rezepten werden zum Teil noch heute die Senfspezialitäten hergestellt.
Bei der Herstellung überlässt Gustav Wenger nichts dem Zufall. Er setzt kompromisslos auf Qualität bei den Rohstoffen. Die Senfsaat kommt aus Kanada, der Essig und frische Gewürze werden aus Frankreich importiert. Es gibt allerdings Testläufe mit in Kärnten und Tirol angebauter Senfsaat, die sehr vielversprechend sind. In der Produktion werden noch Holzfässer zum Einmaischen verwendet, was den Geschmack sehr positiv beeinflusst, und dann ist noch die vier- bis sechswöchige Lagerung, bevor der Senf in Tuben abgefüllt wird, die der Qualität besonders gut tut.
Derzeit werden hauptsächlich Estragon-, Kren-, Kirchtags-, Englischer- und Weißwurstsenf hergestellt. Daneben noch die Spezialitäten wie Rotisseur-, Trüffel- und Dijonsenf. In naher Zukunft kommen ein Wasabi-, ein Wodka-, ein Prosciuttosenf und ein Weinsenf in Kooperation mit einem namhaften österreichischen Winzer dazu, verrät der Senf-Guru stolz.
Wenger Senf wird in 14 Länder weltweit verkauft, neben den großen Märkten wie USA, Kanada, Australien, Deutschland, Italien, Spanien auch in exotischen Destinationen wie Israel, Brasilien und Bolivien. Neu kommen jetzt noch Feinkostläden in Tokio und Hongkong dazu.
Zum 125-Jahr-Jubiläum gibt es für Senf-Genießer eine besondere Überraschung. In jeder 125. Tube Wenger-Senf wird ein Golddukaten verpackt sein, der neben dem guten Geschmack auch noch für gute Laune sorgen wird.
Wenger Senf ist in Kärnten in allen Fleischerbetrieben, in den Lagerhäusern, in vielen Feinkostläden und im Einzelhandel bei Merkur erhältlich.
www.wengersenf.com
Senf aus dem Defereggental / Osttirol
In Osttirol gibt es eine kleine aber feine Senfmanufaktur. Im idyllischen Bergdörfchen St. Jakob produziert der gelernte Koch Bernd Troger seine zum Teil ausgefallenen Senfvariationen.
Seit gut fünf Jahren werden rund 20 verschiedene Geschmacksrichtungen mit dem kristallklaren Deferegger Gebirgswasser ohne chemische Zusätze und Bindemittel produziert. „Der Senf wird kalt eingemaischt, daher bleiben ätherische Öle und Wirkstoffe erhalten, die sonst verloren gehen könnten. Das Ergebnis hat eine Konsistenz die man blind erkennt, welche durch die individuelle Zusammensetzung von verschiedenen Senfsaaten in unterschiedlicher Mahlung entsteht“, ist Troger auf seine Arbeitsweise im Einpersonen-Unternehmen stolz. Besonders freut er sich auf den Bau der neuen „Senfwerkstatt“, wo es dann möglich sein wird, ganzjährig in größeren Mengen zu produzieren.
Die Ideen für neue Variationen entstehen beim Essen, oder es wird nach einem besonderen Senf gefragt, wie z.B. von einem Jäger, der für seine Hirschwürsteln einen Senf gesucht hat. So entstand der Preiselbeersenf. Daneben werden der „Dill-Honig-“, „grober Apfel-“, „Orange-Kürbis-“ oder der Rustikal-Senf mit Knoblauch in Handarbeit hergestellt. Neu sind der Royal- und der Trüffel Senf, der Senfliebhaber begeistert.
Den Geschmack des Deferegger Senfs schätzen immer mehr Feinschmecker auch außerhalb Osttirols, daher ist Troger auch mit den Verkaufszahlen sehr zufrieden.
Deferegger Senf ist bei M-Preis, Interspar, beim Stanglwirt in Going und in der Bauernkiste Osttirol und Nordtirol, Metzgereien und Gastronomen erhältlich.
senf.defereggertal.at
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